Schlafanzug-Challenge – Wie werde ich sichtbar?

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Letzte Woche habe ich an einem Webinar teilgenommen, der Schlafanzug-Challenge von Leonie und Markus Walter. Und das jeden Morgen um 6.45 Uhr. Wie heißt dieses Sprichwort mit der goldenen Morgenstunde sinngemäß auf Englisch: „The early bird catches the worm.“

Eine sehr spannende Erfahrung, jeden Morgen noch ein ganzes Stück früher aufzustehen, um viertel vor sieben vor dem Rechner zu sitzen und sich dann einem Aspekt des Themas zu widmen, wie man besser sichtbar wird. Hellwach und hoch motiviert.

Ja, der Mensch wächst mit seinen Aufgaben, besser noch mit seiner Motivation. Und Leonie und Markus Walter verstehen es wunderbar, die gute Laune zu wecken und die Lust darauf, sich einem neuen Thema zu widmen. Und als später auch meine Familie aus dem Haus war, habe ich bis um neun Uhr morgens schon ein großes Stück meiner täglichen Hausaufgaben bewältigt, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit für meine Praxis drehen.

Eines der zentralen Themen dieser Webinarreihe ist die Darstellung der eigenen Kompetenzen, sich bewusst zu werden, welche Fähigkeiten man selbst hat und diese kurz und knapp, leicht verständlich vorzustellen. Viele kennen die Merkmale eines sogenannten Elevator Pitch schon. Wie stelle ich mich jemandem vor, der mit mir ein Stück im Aufzug fährt? Diese Überlegung steht hinter einer solchen Kurz-Vorstellungs-Übung.

Dazu braucht es meist etwas Übung, denn den meisten Menschen fällt es sehr schwer, die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen mitzuteilen, dazu noch kurz und knapp. Und dann ist man unsicher, wie die gewählte Selbstdarstellung beim Gegenüber ankommt. Da ist eine größere Anzahl von wohlmeinenden Menschen mit dem gleichen Ziel sehr hilfreich. Manche Kurzvorstellungen waren griffig und einprägsam formuliert, andere verwendeten ein Bild für sich und ihre Arbeit, das in den Köpfen der Hörer völlig andere Erwartungen hervorrief als beabsichtigt, manche hatten Probleme ihre Fähigkeiten klar zu benennen, andere wählten zu lange Umschreibungen oder konnten kein klares, eindeutiges Bild erzeugen von dem, was sie eigentlich tun.

Sehr spannend. Und spannend auch die Erfahrung Selbstbild und Außenwahrnehmung in Einklang zu bringen. Und alle Teilnehmer haben davon proftiert, Anregungen und Impulse für das eigene Tun mitgenommen, interessante andere Menschen kennengelernt, gesehen, dass sich ein anderer Fachmann der gleichen Sparte durchaus von einem selbst unterscheidet.

 

Bestandsaufnahme

Fotolia: Datei: #49649502 | Urheber: F.Schmidt

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Jetzt ist sie da, die Zeit für eine Bestandsaufnahme. Das Jahr geht dem Ende entgegen und wir können einen Blick zurück werfen. Was haben wir erlebt in diesem Jahr, woran erinnern wir uns gerne, was war nicht so, wie wir es uns gewünscht haben? Wo sind wir an unsere Grenzen gestoßen? Konnten wir Einfluss nehmen auf das, was geschehen ist?

Von da aus können wir auch einen Blick auf das neue Jahr werfen.

Was will ich anders machen im neuen Jahr? Habe ich schon meine Berufung gefunden? Kann ich sie auch leben?

Sowohl für den Rückblick wie auch für den Blick auf das neue Jahr ist es hilfreich in die Stille gehen zu können, um das Gewesene Revue passieren zu lassen und nach Innen zu horchen, um die eigenen Visionen zu finden, sich kraftvoll mit ihnen zu verbinden und damit in das neue Jahr aufzubrechen.

Ein sicherer Hafen

Foto - Fotolia

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Bei der Fahrt mit unserem Boot über das Meer des Lebens machen wir die unterschiedlichsten Erfahrungen:

Vom lauen Lüftchen, das uns gemächlich dahintreiben läßt, ohne Gefahr, ohne großen Wellengang, angenehm und leicht ist die Fahrt, das sichere Ufer ist stets in Sichtweite.

Ein Wind kommt auf, das Segel bläht sich, die ersten spürbaren Wellen erscheinen, so dass das Boot sich unter unseren Füßen bemerkbar macht. Woher weht der Wind, wohin geht die Fahrt?

Der Wind dreht, verändert plötzlich die Richtung, das sichere Ufer rückt scheinbar von uns ab, das  neue Ziel ist noch nicht auszumachen.

Ein Sturm zieht auf, schwarze Wolken zeigen sich am Horizont, der Wing bläst mächtig, das Segel, mit dem wir die Richtung beeinflussen können, muss eingezogen werden, der Regen peitscht, vor lauter Gischt sieht man kaum über den Bootsrand hinaus, die sichere Navigation über den Sternenhimmel funktioniert nicht mehr, Gottvertrauen ist angesagt und hohe Seemanskunst.

Die meisten von uns haben solch unterschiedliche Erfahrungen bereits gemacht, hoffentlich stets mit einer verläßlichen Crew, einer Familie, die zusammenhält, einem Team am Arbeitsplatz, das solidarisch handelt, mit Freunden, die zu einem stehen.

Andere hingegen sind in die Stürme des Lebens hineingeworfen worden, ohne eigenes Zutun, als Mitarbeiter, der gemobbt wird, als Einzelner ohne Familie, als Bürger eines Landes, das sich in politischen Unruhen befindet.

Da wünschen wir uns einen guten Lotsen, einen erprobten Steuermann, eine tüchtige Steuerfrau und einen erfahrenen Kapitän.

Aber es genügt nicht, die Verantwortung in solchen Situationen an andere abzugeben, jeder Einzelne ist gefragt, sein Bestes zu geben, ja, es vielleicht sogar erst zu entdecken, hervorzubringen, über sich selbst hinaus zu wachsen. Nur gemeinsam kann eine solche Situation bewältigt werden, als Gemeinschaft mit ähnlichen Werten, mit dem Anerkennen einer klaren und notwendigen ordnenden Struktur und dennoch mutig und mit eigenständigem Denken und Fühlen und einem Bewusstsein für die Bedürfnisse der Gemeinschaft und auch des einzelnen  Menschen.

Wenn wir uns bewusst werden, woher wir kommen, wo unser Ausgangspunkt lag, schaffen wir es meistens, den bekannten  sicheren Hafen anzusteuern. Falls dies durch die äußeren Einflüsse nicht möglich ist, können wir einen neuen Hafen suchen, ansteuern, eventuell sogar ausbauen oder unseren Bedürfnissen anpassen.

Bildrechte: U. Hellmann

Bildrechte: U. Hellmann

Auch im Coaching Prozess machen wir uns bewusst, wo unsere Wurzeln liegen, woher wir kommen, welches Schiff von unserer Familie über mehrere Generationen gebaut wurde und das wir heute nutzen. Wir erkunden, ob es heute noch seetüchtig ist, oder ob nicht doch die eine oder andere Veränderung oder Anpassung an die heutigen Bedürfnisse dieser Frau oder jenes Mannes dringend angesagt sind.

Wir dürfen unsere Crew unter die Lupe nehmen, das innere Team, das innere Kind, die Familie, Freunde und Kollegen und sehen, wie wir durch sie unterstützt werden und wo wir uns unserer Kenntnisse und Fähigkeiten vielleicht erst einmal nur für uns selbst bewusst werden dürfen, wo wir all diese Menschen, die uns wohl gesonnen sind, an Bord holen und mit einbeziehen können.

Oder wir machen eine Bestandsaufnahme, wohin uns der Wind des Lebens bisher getrieben hat, ob dies uns und unseren Wünschen, Träumen und Sehnsüchten entspricht, oder ob wir ein neues Ziel definieren und dann auch ansteuern wollen und dürfen.

Einen sicheren Hafen zu erreichen, von dem aus wir auf das Gewesene zurückblicken und die neuen Ziele anvisieren und neue Unternehmungen planen können, das ist ein wichtiges Ziel in unserem Leben und auf der abenteuerlichen Reise zu uns selbst. Hier können wir Kraft schöpfen, neue Ressourcen aufnehmen, alten Ballast in Form von hinderlichen Glaubenssätzen loslassen, uns neu im Innen und Außen aufstellen.

Ich begleite Sie gerne als Steuerfrau auf dieser spannenden Reise mit all meinem Wissen und meiner Erfahrung, der Kapitän, der sagt, wohin es gehen soll, der bleiben dabei Sie selbst.

 

 

Was ist Erfolg?

Gerade habe ich an einer interessanten Webinarreihe teilgenommen, die sich damit befasst hat, wie Frauen ihren Weg zu beruflichem Erfolg gehen können. Eine spannende Frage, die dabei gestellt wurde, lautete: Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?

Die Antworten, die gegeben wurden, waren sehr unterschiedlich:

– Erfolg bedeutet für mich gestalten zu können

– Erfolg bedeutet Entscheidungen selbst treffen zu können

– Erfolg bedeutet meine Balance zwischen Arbeit und Freizeit selbst ausloten

und bestimmen zu können

– Entscheiden zu können was ich wann tun möchte

– Meine Fähigkeiten voll und ganz und immer einzusetzen.

Diese Definitionen stellen das in den Mittelpunkt, was man tun kann, wenn man erfolgreich ist, sie definieren Erfolg über die persönliche Freiheit und die Möglichkeiten, die sich dadurch bieten. Dabei geht es nicht um Macht, die ausgeübt werden kann, sondern um Selbstbestimmung.

Diese Sicht auf Erfolg entspricht besonders Solopreneuren, also Selbständigen, die alleine in ihrem Unternehmen tätig sind, oder Menschen, die kleinere Unternehmen mit flachen Hierarchien führen. Viele Frauen teilen diese innere Haltung gegenüber Erfolg. Die eher männliche Sicht auf Erfolg als Weg oder Mittel zu Macht, Geld, Status, Einfluss steht dabei nicht im Vordergrund.

Für viele jüngere Menschen steht bei der Planung ihres beruflichen Weges besonders die Flexibilität der zeitlichen Gestaltung ihres Arbeitstages und lokale Unabhängigkeit im Vordergrund, auch um Zeit für das zu haben, was im Privatleben eine hohe Priorität hat, zum Beispiel auch, um Familienzeiten integrieren zu können.

Erfolg zeigt sich damit in einem selbst gestalteten Leben, das eine Balance zwischen äußeren Anforderungen und eigenen Wünschen und Zielen findet.

 

 

 

Hilfe, der/die Neue kommt!

Dieser Satz klingt mir in den Ohren. Ja, die Neue kommt. Wo? Im Büro, am Arbeitsplatz, in der Schulklasse, in den Freundeskreis….

Auf einmal tauchen Ängste auf: Was wird sich verändern? Bleibt alles beim Alten? Behalte ich meinen angestammten Platz in der Gruppe? Was muss ich aufgeben, was verliere ich eventuell?

Was will die neue Person, was verspricht sie sich von der Zugehörigkeit zu „meiner“ Bezugsgruppe?

Es tauchen also Ängste auf, Angst um das, was ich zu haben, zu besitzen glaube.

Weiß ich, ob diese Person sich aussuchen konnte, hierher zu kommen?