Ein sicherer Hafen

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Bei der Fahrt mit unserem Boot über das Meer des Lebens machen wir die unterschiedlichsten Erfahrungen:

Vom lauen Lüftchen, das uns gemächlich dahintreiben läßt, ohne Gefahr, ohne großen Wellengang, angenehm und leicht ist die Fahrt, das sichere Ufer ist stets in Sichtweite.

Ein Wind kommt auf, das Segel bläht sich, die ersten spürbaren Wellen erscheinen, so dass das Boot sich unter unseren Füßen bemerkbar macht. Woher weht der Wind, wohin geht die Fahrt?

Der Wind dreht, verändert plötzlich die Richtung, das sichere Ufer rückt scheinbar von uns ab, das  neue Ziel ist noch nicht auszumachen.

Ein Sturm zieht auf, schwarze Wolken zeigen sich am Horizont, der Wing bläst mächtig, das Segel, mit dem wir die Richtung beeinflussen können, muss eingezogen werden, der Regen peitscht, vor lauter Gischt sieht man kaum über den Bootsrand hinaus, die sichere Navigation über den Sternenhimmel funktioniert nicht mehr, Gottvertrauen ist angesagt und hohe Seemanskunst.

Die meisten von uns haben solch unterschiedliche Erfahrungen bereits gemacht, hoffentlich stets mit einer verläßlichen Crew, einer Familie, die zusammenhält, einem Team am Arbeitsplatz, das solidarisch handelt, mit Freunden, die zu einem stehen.

Andere hingegen sind in die Stürme des Lebens hineingeworfen worden, ohne eigenes Zutun, als Mitarbeiter, der gemobbt wird, als Einzelner ohne Familie, als Bürger eines Landes, das sich in politischen Unruhen befindet.

Da wünschen wir uns einen guten Lotsen, einen erprobten Steuermann, eine tüchtige Steuerfrau und einen erfahrenen Kapitän.

Aber es genügt nicht, die Verantwortung in solchen Situationen an andere abzugeben, jeder Einzelne ist gefragt, sein Bestes zu geben, ja, es vielleicht sogar erst zu entdecken, hervorzubringen, über sich selbst hinaus zu wachsen. Nur gemeinsam kann eine solche Situation bewältigt werden, als Gemeinschaft mit ähnlichen Werten, mit dem Anerkennen einer klaren und notwendigen ordnenden Struktur und dennoch mutig und mit eigenständigem Denken und Fühlen und einem Bewusstsein für die Bedürfnisse der Gemeinschaft und auch des einzelnen  Menschen.

Wenn wir uns bewusst werden, woher wir kommen, wo unser Ausgangspunkt lag, schaffen wir es meistens, den bekannten  sicheren Hafen anzusteuern. Falls dies durch die äußeren Einflüsse nicht möglich ist, können wir einen neuen Hafen suchen, ansteuern, eventuell sogar ausbauen oder unseren Bedürfnissen anpassen.

Bildrechte: U. Hellmann

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Auch im Coaching Prozess machen wir uns bewusst, wo unsere Wurzeln liegen, woher wir kommen, welches Schiff von unserer Familie über mehrere Generationen gebaut wurde und das wir heute nutzen. Wir erkunden, ob es heute noch seetüchtig ist, oder ob nicht doch die eine oder andere Veränderung oder Anpassung an die heutigen Bedürfnisse dieser Frau oder jenes Mannes dringend angesagt sind.

Wir dürfen unsere Crew unter die Lupe nehmen, das innere Team, das innere Kind, die Familie, Freunde und Kollegen und sehen, wie wir durch sie unterstützt werden und wo wir uns unserer Kenntnisse und Fähigkeiten vielleicht erst einmal nur für uns selbst bewusst werden dürfen, wo wir all diese Menschen, die uns wohl gesonnen sind, an Bord holen und mit einbeziehen können.

Oder wir machen eine Bestandsaufnahme, wohin uns der Wind des Lebens bisher getrieben hat, ob dies uns und unseren Wünschen, Träumen und Sehnsüchten entspricht, oder ob wir ein neues Ziel definieren und dann auch ansteuern wollen und dürfen.

Einen sicheren Hafen zu erreichen, von dem aus wir auf das Gewesene zurückblicken und die neuen Ziele anvisieren und neue Unternehmungen planen können, das ist ein wichtiges Ziel in unserem Leben und auf der abenteuerlichen Reise zu uns selbst. Hier können wir Kraft schöpfen, neue Ressourcen aufnehmen, alten Ballast in Form von hinderlichen Glaubenssätzen loslassen, uns neu im Innen und Außen aufstellen.

Ich begleite Sie gerne als Steuerfrau auf dieser spannenden Reise mit all meinem Wissen und meiner Erfahrung, der Kapitän, der sagt, wohin es gehen soll, der bleiben dabei Sie selbst.

 

 

Was ist Erfolg?

Gerade habe ich an einer interessanten Webinarreihe teilgenommen, die sich damit befasst hat, wie Frauen ihren Weg zu beruflichem Erfolg gehen können. Eine spannende Frage, die dabei gestellt wurde, lautete: Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?

Die Antworten, die gegeben wurden, waren sehr unterschiedlich:

– Erfolg bedeutet für mich gestalten zu können

– Erfolg bedeutet Entscheidungen selbst treffen zu können

– Erfolg bedeutet meine Balance zwischen Arbeit und Freizeit selbst ausloten

und bestimmen zu können

– Entscheiden zu können was ich wann tun möchte

– Meine Fähigkeiten voll und ganz und immer einzusetzen.

Diese Definitionen stellen das in den Mittelpunkt, was man tun kann, wenn man erfolgreich ist, sie definieren Erfolg über die persönliche Freiheit und die Möglichkeiten, die sich dadurch bieten. Dabei geht es nicht um Macht, die ausgeübt werden kann, sondern um Selbstbestimmung.

Diese Sicht auf Erfolg entspricht besonders Solopreneuren, also Selbständigen, die alleine in ihrem Unternehmen tätig sind, oder Menschen, die kleinere Unternehmen mit flachen Hierarchien führen. Viele Frauen teilen diese innere Haltung gegenüber Erfolg. Die eher männliche Sicht auf Erfolg als Weg oder Mittel zu Macht, Geld, Status, Einfluss steht dabei nicht im Vordergrund.

Für viele jüngere Menschen steht bei der Planung ihres beruflichen Weges besonders die Flexibilität der zeitlichen Gestaltung ihres Arbeitstages und lokale Unabhängigkeit im Vordergrund, auch um Zeit für das zu haben, was im Privatleben eine hohe Priorität hat, zum Beispiel auch, um Familienzeiten integrieren zu können.

Erfolg zeigt sich damit in einem selbst gestalteten Leben, das eine Balance zwischen äußeren Anforderungen und eigenen Wünschen und Zielen findet.

 

 

 

Hilfe, der/die Neue kommt!

Dieser Satz klingt mir in den Ohren. Ja, die Neue kommt. Wo? Im Büro, am Arbeitsplatz, in der Schulklasse, in den Freundeskreis….

Auf einmal tauchen Ängste auf: Was wird sich verändern? Bleibt alles beim Alten? Behalte ich meinen angestammten Platz in der Gruppe? Was muss ich aufgeben, was verliere ich eventuell?

Was will die neue Person, was verspricht sie sich von der Zugehörigkeit zu „meiner“ Bezugsgruppe?

Es tauchen also Ängste auf, Angst um das, was ich zu haben, zu besitzen glaube.

Weiß ich, ob diese Person sich aussuchen konnte, hierher zu kommen?

 

 

Abschalten – Auftanken – Aufbrechen

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Wie war es doch so gemütlich, damals bei meinen Großeltern. Da gab es etwas ganz Besonderes: Das mittägliche Nickerchen.

Für all diejenigen, die nicht mehr wissen, was das sein könnte: Das ist eine kleine Pause, bei der man sich entspannt, den Alltag von sich abfallen läßt und für eine relativ kurze Zeit die Augen schließt, zur Ruhe kommt, die eigene Mitte wiederfindet.

Neudeutsch heißt das Power Napping, ein Ausdruck, der aus Amerika kommt und doch etwas Altbekanntes beschreibt.

Mit dieser Methode ist es leicht, auch mitten am Tag, zu entschleunigen, den eigenen Rhytmus wiederzufinden und abzuschalten. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass eine solche Pause von 15 bis 20 Minuten ausreicht, um danach mit voller Kraft wieder in den Tag zu starten.

Werfen wir alle Vorurteile über Bord und gönnen uns eine solche Pause!

 

Bild: Fotolia: Cat Nap

 

Resilienz – Das Zauberwort für seelische Widerstandskraft

Wenn das Leben doch leichter wäre, wenn mein Chef mich mehr beachten würde, wenn doch die anderen…

So lauten viele Stoßgebete, wenn uns das, was uns tagtäglich begegnet, eine Last ist, wir keinen Ausweg sehen, wir uns als Opfer fühlen. Dabei ist uns etwas verloren gegangen, was die meisten bereits kannten, nur eben jetzt nicht mehr. Die Fähigkeit, mit solchen Situationen so umzugehen, dass wir in unserer inneren Mitte bleiben können.

Das Zauberwort, das zu diesem Thema durch die Medien geistert, nennt sich Resilienz. Darunter versteht man die Fähigkeit, gut mit einer belastenden Situation umgehen zu können. Die Faktoren, nach denen man eine Situation als belastend erlebt, können individuell sehr verschieden sein. Resilienz ist ein dynamischer Anpassungsprozess, der die eigene Entwicklung zu mehr Selbstbestimmung fördert.